Courses

Services Science – The Role of IT in the Service Economy (BECK:S11)

Typ: Seminar
Kategorie: Wahlpflicht
Veranstaltungszeit: SS des Jahres 2011
Veranstalter: Roman Beck
Betreuer: Oliver Marschollek, Immanuel Pahlke, Jens Vykoukal, Sven Weber
Voraussetzung:

Diese Master-Veranstaltung kann als Modul für Information Management gemäß § 16 Abs. 1(b) in den Vertiefungsbereich oder gemäß § 16 1(c) in den Freien Bereich eingebracht werden.

Hinweis:

Anmeldung ab sofort nicht mehr möglich!

Das Seminar findet vom 15.-17.06.2011 als Blockseminar in der Jugendherberge "Burg Stahleck" in Bacharach statt. Der Kostenbeitrag beträgt 80 EUR pro Studierenden. Diesen Betrag bitte bis zum Montag, den 28.03.2011 im Sekretariat des Lehrstuhls im House of Finance (Raum 4.29) abgeben.

Die Themenverteilung wird bei der Vorbesprechung am Montag, den 14.02.2011, 18:00 bis 19:00 Uhr, bekannt gegeben. Die Übernahme des Themas muss bestätigt werden. Abgabetermin der erstellten Referate (in elektronischer und ausgedruckter Form) ist Montag, der 09.05.2011 (12 Uhr) im Sekretariat des Lehrstuhls, Raum 4.29 (HoF).

Die Präsentationsfolien müssen bis zum Montag, den 13.06.2011 an Jens Vykoukal geschickt werden!

Die Abschlussklausur findet am Montag, den 04.07.2011, um 12 Uhr im Raum "Dubai" (HoF, 1. Stock) statt.

Die Gesamtnote des Seminars setzt sich zu 40% aus der Hausarbeit, 40% aus der Präsentation und zu 20% aus dem Ergebnis der Abschlussklausur zusammen.

max. Teilnehmeranzahl: 13
akt. Zahl der Anmeldungen: 13
Lehrinhalte:

In allen bedeutenden Industrienationen ist der Dienstleistungssektor der größte und am stärksten wachsende Wirtschaftszweig. Wie in den meisten entwickelten Industriestaaten sind mehr als 60% der Arbeitnehmer in Deutschland und 70% in den USA bereits heute im Dienstleistungssektor beschäftigt. Ein Grund für die Verschiebung der Wirtschaftsaktivität ist die gestiegene Produktivität im Primär- und Sekundärsektor, sodass Ressourcen freigesetzt werden konnte, die den Dienstleistungssektor und letztlich die postindustrielle Wissensgesellschaft erst ermöglichten.

Damit stieg im gleichen Maße der Bedarf nach immer innovativeren Konzepten, Prozessen und Produkten, was einerseits zu hohem Forschungsbedarf führte und führt, andererseits aber nur unzureichend durch die noch immer industriell geprägte Gesellschaft und Forschung bedient werden kann, weshalb Dienstleistungsinnovationen noch immer nicht in dem Maße generiert werden können, wie sie etwa für die Erhaltung und den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit von einzelnen Wirtschaftszweigen, aber auch Nationen, benötigt werden. Die vergleichsweise geringe Forschung im Bereich moderner, IT-unterstützter, wissensbasierter Dienstleistungen ist hier nur als ein Beispiel zu nennen, weshalb man im Rahmen einer interdisziplinär geprägten Initiative unter dem Namen Service Science das Ziel gesetzt hat, dieses Missverhältnis zu beseitigen. Es versteht sich somit als "neues" interdisziplinäres, wissenschaftliches Fachgebiet. Im Kern geht es darum, Erkenntnisse verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen wie Betriebswirtschaftslehre, Informatik oder Operations Research zu integrieren, um neue bzw. erweiterte Vorgehensweisen für die systematische Entwicklung und das Management von Services zu erforschen. Die Forschungsergebnisse sollen die Grundlage für Innovationen in Services schaffen und die Produktivität bei deren Erstellung und Vermarktung erhöhen. Die Herausforderung dabei besteht nicht nur darin, die teilweise immensen Unterschiede zwischen den vertretenden Disziplinen zu überwinden, sondern auch darin, etwa Theorien, Methoden und Referenzmodelle aus dem "Industriezeitalter" auf ihre Gültigkeit für das "Dienstleistungszeitalter" hin zu überprüfen um bei Bedarf neue Theorien und Modelle zu entwickeln.

Im Wesentlichen soll daher im Rahmen dieses Seminars zu Service Science den nachfolgenden Herausforderungen nachgegangen und serviceorientierte Konzepte erarbeitet werden. Herausforderungen bei der Entwicklung einer Dienstleistungstheorie:

  • Transfer von Erfahrungen und Methoden aus der "dinglichen Produktion" in die Welt der wissensintensiven Dienstleistungswirtschaft. Wie können knowledge intensive IT business processes automatisiert, standardisiert und doch zugleich kundenindividuell zur Verfügung gestellt werden?
  • Die physische Produktion von Gütern hat deutlich vom Supply Chain Management profitiert: Mass Customization ist mittlerweile State-of-the-Art. Wie wird jedoch die Industrialisierung des Dienstleistungssektors aussehen?
  • Die Dienstleistung verlangt geradezu nach Customization (Dienstleistung kann eben nicht ohne Integration des Kunden erbracht werden). Welche Herausforderungen ergeben sich aus on-demand services für die IT?

Bitte beachten Sie die Formvorschriften für die Anfertigung von Seminararbeiten. Diese können Sie von unseren Lehrstuhlseitenherunterladen (pdf).
Kreditpunkte: 6
Studienabschnitt: Schwerpunktstudium
Themenliste: Referatsthemen